So berechnen wir die Umwelteinsparungen
Bei IDQR möchten wir Dir einen realistischen Überblick über die ökologischen Vorteile geben, wenn Du von traditionellen Papier-Visitenkarten auf digitale Visitenkarten umsteigst. Dafür basieren die Zahlen in unserem Nachhaltigkeitsrechner auf konservativen, mittleren Schätzungen, die aus öffentlich verfügbaren wissenschaftlichen und branchenspezifischen Daten zu Papierproduktion, Wasserverbrauch und CO₂-Emissionen abgeleitet wurden. Bitte beachte, dass die tatsächlichen Auswirkungen je nach regionalen Gegebenheiten variieren können.
CO₂-Fußabdruck
Eine Standard-Visitenkarte wiegt ungefähr 1,8 Gramm (Karapetyan et al., 2015). Lebenszyklusanalysen (LCAs) moderner Papierproduktion schätzen, dass die Herstellung von 1 Tonne Papier ca. 950 kg CO₂ erzeugt (Sun et al., 2018; Tomberlin, 2020). Auf Basis dieser Schätzungen wird davon ausgegangen, dass eine einzelne 1,8-Gramm-Visitenkarte etwa 1,71 g CO₂ verursacht. Es ist wichtig zu beachten, dass diese Werte je nach Papiersorte, Produktionsprozess, Energiequelle und Herstellungsland erheblich variieren können.
Um die CO₂-Emissionen zu veranschaulichen, geben wir eine äquivalente Entfernung an, die ein durchschnittliches Benzinauto fahren müsste, um dieselbe Menge CO₂ auszustoßen. Durchschnittliche CO₂-Emissionen für Benzinautos liegen zwischen ca. 106 g CO₂/km für Neuwagen und etwa 166 g CO₂/km für ein typisches Benzinauto (CO₂-Emissionsleistung neuer Pkw in Europa, 2024; Suarez et al., 2025). Für unsere Berechnungen gehen wir von durchschnittlich 130 g CO₂/km aus.
Papier-Fußabdruck
Um die eingesparte Papiermenge durch den Umstieg auf digitale Visitenkarten abzuschätzen, gehen wir davon aus, dass eine Standard-Papier-Visitenkarte etwa 1,8 Gramm wiegt (Karapetyan et al., 2015). Die Gesamteinsparung an Papier kann dann durch Multiplikation der Anzahl der Papierkarten mit diesem Gewicht berechnet werden. Um dies anschaulicher zu machen, wandeln wir das Gewicht in A4-Blätter um. Ein Standard-A4-Blatt (Fläche ≈ 0,06237 m², Papiergewicht = 80 g/m²) wiegt etwa 5 g, d.h. 1 kg Papier entspricht ca. 200 Blatt (Kuhn, 2023). Die tatsächlichen Einsparungen können je nach Papierstärke, Gewicht und Qualität variieren.
Wasser-Fußabdruck
Die Papierherstellung gilt als sehr wasserintensiv, wobei die Schätzungen je nach Studie stark variieren. Forschungsergebnisse zeigen, dass die Produktion von einer Tonne Papier (1000 kg) zwischen 300 und 2600 m³ Wasser erfordern kann, abhängig von Klima, Waldtyp und Produktionstechnologie (van Oel & Hoekstra, 2012; Schyns et al., 2017). Da die Spannweite groß ist, verwenden wir einen konservativen Wert von 300 Litern pro kg Papier. Dieser Wert liegt am unteren Ende der peer-reviewed Schätzungen, vermeidet eine Überbewertung der Umweltauswirkungen und bietet eine realistische Darstellung des Wasserverbrauchs für kleine Papierartikel wie Visitenkarten.
Um die Wassereinsparungen zu visualisieren, wandeln wir die insgesamt eingesparten Liter in eine entsprechende Anzahl Standardbadewannen um, wobei wir von 160 Litern pro Badewanne ausgehen.
Gesamtkosteneinsparung
Die Kosteneinsparungen durch digitale Visitenkarten werden auf Basis eines Durchschnittspreises von 0,25 € pro Papierkarte geschätzt. Dieser Wert stellt eine mittlere Schätzung für den spanischen Markt dar, da die Preise für Papierkarten stark variieren können, abhängig von Design, Papierqualität, Druckverfahren und Bestellmenge. Durch die Nutzung dieses Durchschnittspreises wollen wir einen realistischen Überblick über die finanziellen Vorteile geben, wobei wir anerkennen, dass die tatsächlichen Kosten je nach Situation variieren können.
Quellenangaben
- CO2 emissions performance of new passenger cars in Europe. (2024). European Environment Agency. Link zur Quelle
- Karapetyan, A., Yaqub, W., Kirakosyan, A., Sgouridis, S. (2015). Two-stage Comparative Life Cycle Assessment of Paper-based and Software-based Business Cards. Procedia Computer Science, 2015; 52:819-826. doi:https://doi.org/10.1016/j.procs.2015.05.138. Link zur Quelle
- Kuhn, M. (n.d.). International Standard Paper Sizes. Link zur Quelle
- Schyns, J. F., Booij, M. J. & Hoekstra, A. Y. (2017). The water footprint of wood for lumber, pulp, paper, fuel and firewood. Advances in Water Resources, 107, 490-501 Link zur Quelle
- Suarez, J., Tansini. A., Ktistakis, M. A., Marin, A. L., Komnos, D., Pavlovic, J., Fontaras, G. (2025). Towards zero CO2 emissions: Insights from EU vehicle on-board data. Science of The Total Environment, Volume 1001, 2025. doi:https://doi.org/10.1016/j.scitotenv.2025.180454. Link zur Quelle
- Sun, M., Wang, Y., Shi, L. & Klemeš, J. J. (2018). Uncovering energy use, carbon emissions and environmental burdens of pulp and paper industry: A systematic review and meta-analysis. Renewable and Sustainable Energy Reviews, 2018; 92:823-833. doi:https://doi.org/10.1016/j.rser.2018.04.036. Link zur Quelle
- Tomberlin, K., Venditti, R. & Yao, Y. (2020). Life Cycle Carbon Footprint Analysis of Pulp and Paper Grades in the United States Using Production-line-based Data and Integration. BioResources, 2020; 15(2):3899-3914. Link zur Quelle
- van Oel, P.R., Hoekstra, A.Y. (2012) Towards Quantification of the Water Footprint of Paper: A First Estimate of its Consumptive Component. Water Resour Manage 26, 733-749 (2012). doi:https://doi.org/10.1007/s11269-011-9942-7 Link zur Quelle